Kanalbau und Entwässerung in Berlin
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Tiefbau · Versickerung
Rigolen, Mulden und Sickerschächte für Neubau, Umbau und Bestand – nach Bemessung Ihres Planers gebaut, mit Aushub, Anschluss der Fallrohre und fertiger Oberfläche.
Seit Einführung der Begrenzung der Regenwassereinleitung (BReWa-BE) gilt in Berlin bei Bauvorhaben: Zuerst muss das Regenwasser auf dem Grundstück bewirtschaftet werden. Im Einzugsgebiet der Mischkanalisation ist eine Einleitung grundsätzlich nicht mehr möglich, Ausnahmen lassen die Berliner Wasserbetriebe nur gedrosselt und in begründeten Fällen zu. Für Grundstücke über 800 Quadratmeter ist zusätzlich ein Überflutungsnachweis zu führen.
Für Bauherren heißt das: Eine Versickerungsanlage gehört heute zum Neubau wie die Bodenplatte. Wir bauen sie nach der Bemessung Ihres Fachplaners – und weil wir zugleich Erdbau, Kanalbau und Außenanlagen ausführen, in einem Zug mit den übrigen Arbeiten.
Die Versickerungsmulde ist die einfachste und meist günstigste Lösung: eine flache, begrünte Senke, in der das Wasser kurz steht und über den Oberboden versickert. Sie braucht Platz. Die Rigole ist ein unterirdischer Speicher aus Kies oder Kunststoff-Sickerblöcken unter Wegen, Stellplätzen oder Rasen – platzsparend und unsichtbar. Das Mulden-Rigolen-System kombiniert beides, wenn der Boden langsam versickert. Der Sickerschacht leitet Wasser punktuell in tiefere, gut durchlässige Schichten.
Im sandigen Berliner Urstromtal versickert Wasser gut, das Grundwasser steht aber oft hoch. Nach dem Regelwerk DWA-A 138 soll in der Regel mindestens ein Meter Sickerraum bis zum mittleren höchsten Grundwasserstand bleiben. Auf den Lehm- und Mergelflächen von Barnim und Teltow versickert Wasser langsamer; dort werden Anlagen größer oder als Mulden-Rigolen ausgeführt.
Eine Rigole, die nach drei Jahren verschlammt ist, lässt sich kaum reparieren. Deshalb achten wir auf Geotextil gegen Feinteile, Absetz- oder Schlammfänge vor der Anlage, Revisions- und Spülöffnungen und einen Notüberlauf. Künftige Versickerungsflächen fahren wir während der Bauzeit nicht mit schweren Geräten an – verdichteter Boden versickert schlecht.
Zum Abschluss erhalten Sie eine Dokumentation mit Fotos, Maßen und eingebauten Komponenten. Damit beantragen Sie bei den Berliner Wasserbetrieben die Befreiung oder Reduzierung des Niederschlagswasserentgelts.




Die Größe – und damit der Preis – ergibt sich aus der angeschlossenen Fläche, der Durchlässigkeit des Bodens und dem nötigen Speichervolumen aus der Bemessung. Mulden sind meist günstiger als Rigolen, brauchen aber mehr Fläche.
| Position | Abrechnung / Richtwert |
|---|---|
| Aushub und Abfuhr | je m³ |
| Rigolenkörper (Kies oder Sickerblöcke) inkl. Geotextil | je m³ Speichervolumen |
| Versickerungsmulde inkl. Oberboden und Ansaat | je m² |
| Absetz-, Kontroll- und Sickerschächte | je Stück |
| Anschlussleitungen an Fallrohre und Rinnen | je lfd. Meter |
Für ein schnelles Angebot: Entwässerungsplan oder Bemessung, Baugrundgutachten (Durchlässigkeit, Grundwasser) und Fotos der Fläche.
Sie schicken uns Maße, Pläne, ein Leistungsverzeichnis oder Fotos – per Formular, E-Mail oder Telefon.
Wir sehen uns Baustelle, Zufahrt, Boden und Leitungen an und klären Ihre Wünsche.
Sie erhalten ein Angebot mit einzeln ausgewiesenen Positionen – auf Wunsch als Festpreis.
Eigene Kolonnen, eigenes Gerät, eigene Lkw – ein fester Ansprechpartner von Anfang bis Ende.
Gemeinsame Abnahme, Aufmaß und Abrechnung ohne Überraschungen, mit allen Nachweisen.
Bei Neubauten und baulichen Änderungen in der Regel ja. Die BReWa-BE verlangt vorrangig die Bewirtschaftung auf dem Grundstück; eine Einleitung ist nur ausnahmsweise und gedrosselt möglich.
Außerhalb von Trinkwasserschutzzonen ist die Versickerung unter den Voraussetzungen der Niederschlagswasserfreistellungsverordnung erlaubnisfrei. Sonst beantragen Sie eine Erlaubnis bei der Wasserbehörde.
Ein Fachplaner nach Regelwerk. Wir bauen nach dessen Plan; einen Planer aus unserer Firmengruppe können wir vermitteln.
Oft ja: Wer Dach- und Hofflächen abkoppelt, kann eine teilweise oder vollständige Befreiung vom Niederschlagswasserentgelt der Berliner Wasserbetriebe beantragen.
Eine Rigole für ein Einfamilienhaus ist meist in ein bis drei Tagen gebaut, größere Anlagen für Wohnanlagen in ein bis zwei Wochen.
Einsatzgebiet: Regenwasserversickerung übernehmen wir in allen Berliner Bezirken – Marzahn-Hellersdorf, Lichtenberg, Pankow, Treptow-Köpenick, Friedrichshain-Kreuzberg, Mitte, Neukölln, Tempelhof-Schöneberg, Steglitz-Zehlendorf, Charlottenburg-Wilmersdorf, Spandau und Reinickendorf – sowie im Brandenburger Umland, u. a. in Hoppegarten, Neuenhagen, Ahrensfelde, Bernau, Panketal, Hohen Neuendorf, Oranienburg, Falkensee, Potsdam, Teltow. Unser Betriebshof liegt in Berlin-Marzahn.
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